Tag 15: Riverwalk, Cemetery #1 und Jambalaya
Nach dem Frühstück starten wir zum River-Walk am Ufer des Mississippi. Hier hat man keine Wahl, man muß einen kostenpflichtigen Parkplatz aufsuchen. Für 1,25$ die Stunde noch angemessen. Vorbei am Spielcasino Harrahs gelangen wir nach dem Überqueren der Gleise der Riverfront-Streetcar zur Uferpromenade. Wir sind früh dran und es sind noch wenig Leute unterwegs. Leider ist deshalb aber auch der Riverwalk Marketplace (Shopping) noch nicht geöffnet.
Am Ufer liegt das "Steamboat NATCHEZ" und die "Creole Queen"; sehr beeindruckend die riesigen Schaufelräder am Heck.
Anschließend fuhren wir zum St. Louis Cemetery #1, dem berühmtesten und ältesten Friedhof von New Orleans, der 1789 eröffnet wurde. Hier finden wir auch das Mausoleum der legendären Voodoo Queen Madam Marie Laveau. Ihre Anhänger glauben auch heute noch an ihren Zauber und kritzeln mit Kreide drei X an das Grab, scharren dann dreimal mit dem Fuß auf dem Boden und klopfen drei Mal an das Grab, um sich dann etwas zu wünschen. Zur eigenen Sicherheit sollte man als Tourist den Friedhof nicht auf eigene Faust besichtigen, da das Risiko besteht, überfallen zu werden. Das Sicherste ist, eine geführte Tour zu buchen. Wer aber unbedingt allein gehen will, sollte sich am Friedhof einer Gruppe anschließen und am Besten in der Mittagszeit, das haben auch wir gemacht und wir haben uns relativ sicher gefühlt. Man sollte aber stets die Umgebung beobachten, was aber bei der Vielzahl der zum Teil mehrere Meter hohen, gemauerten Gräbern nicht ganz einfach ist. Die meisten geführten Touren finden zwischen 11 Uhr und 13 Uhr statt. Nach ca. einer Stunde verließen wir den Friedhof und fuhren nochmal zur Bourbon St. um noch einige Fotos zu schießen.
Wir wollten unbedingt einmal original "Jambalaya" essen und das bekannteste Lokal für Cajun- und Creolische-Küche besuchen. Der "Gumbo Shop" ist in der "630 Saint Peter Street", eine Querstraße der Bourbon St. Nachfolgend der Originalauszug aus der Speisekarte:
JAMBALAYA 11.99$
Smoked sausage, shrimp, and chicken in
a
seasoned sauce, and cooked with rice.
Es war eine riesige Portion und schmeckte vorzüglich. Meine Frau versprach mir spontan, dieses Gericht zu Hause nachzukochen (es ist ihr inzwischen 100%ig gelungen).
Anschließend haben wir dann noch das gelbe Häuschen von "Fats Domino" in Nine Lower Ward aufgesucht. Die genaue Anschrift hatte ich schon in Deutschland in Erfahrung gebracht, sodaß wir das Haus auf Anhieb mit unserem Navi gefunden haben. Die Eingangstore und die Haustüren waren mit massiven Ketten und Schlössern verschlossen. Auch in dem links davon befindlichen neueren Bau, dessen Wiederaufbau nach "Katrina" auch von der Tipitina's Foundation of New Orleans unterstützt wurde, war verlassen und die Jalousien geschlossen. Er war leider nicht zu Hause. Der Bezirk "Nine Lower Ward" ist einer der am stärksten zerstörten Stadtteile. Ich habe keine zerstörten Häuser fotografiert und werde somit auch keine derartigen Bilder zeigen, denn ich verurteile diesen Sensationstourismus. Von mehreren Firmen werden regelrechte "Hurricane Katrina Sightseeing Tours" angeboten!!! Im August 2005 wurde New Orleans vom Hurrikan Katrina heimgesucht, der einer der vier schwersten Hurrikane war, die in den USA jemals gemessen wurden. Die zerstörten Häuser sind auch heute noch größtenteils unbewohnt. Der Wiederaufbau wird durch Vorschriften die einen erhöhten finanziellen Aufwand erfordern massiv behindert und es trifft wieder einmal die Ärmsten, d.h. die schwarze Bevölkerung, denn Lower Ward wird fast ausschließlich von Schwarzen bewohnt. Auch heute, vier Jahre nach der Katastrophe, sind die zerstörten Dämme nur behelfsmäßig repariert aber nicht erhöht oder verstärkt worden.
Auf dem Rückweg zum Hotel machten wir noch einen Abstecher zum Armstrong Park an der Rampart St.
Weitere Bilder in der Gallery
Steamboat Natches
Grab von Marie Laveau
Jambalaya
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