Tag 20: Von Nashville nach Memphis

Mit der Hoffnung auf besseres Wetter starten wir erst um 9:25 Uhr in Nashville. Der strömende Regen begleitete uns dennoch bis Memphis, der Himmel war grau in grau und auch in Memphis keine Wetterbesserung in Sicht. Um 14:30 Uhr kamen wir im Hotel an und packten zunächst unsere Koffer aus, was soll man sonst bei dem trostlosen Wetter machen? Schließlich rafften wir uns doch noch auf und fuhren zur Beale Street, der Heimat des Blues und Geburtsstätte des Rock'n'Roll. Ursprünglich hieß diese Straße Beale Avenue und wurde durch den 1916 von "W.C. Handy" komponierten Beale Street Blues umbenannt in Beale Street. 1966 wurde die Straße zum historischen Erbe der Vereinigten Staaten erklärt.

In der Beale Street angekommen, sahen wir, daß sich viele Leute auch nicht von dem schlechten Wetter abhalten ließen. Um dem Regen etwas zu entgehen, beschlossen wir in's Kaufhaus A. Schwab zu gehen, dessen Slogan sagt: "Was du im Kaufhaus Schwab nicht findest, brauchst du auch nicht". Drinnen gibt es außer einigen nützlichen Dingen viel Krims Krams und auch Überflüssiges und eine Zwischenetage als Museum. Man fühlt sich hier 100 Jahre zurückversetzt aber man muß es gesehen haben.
Als wir aus dem Kaufhaus Schwab kamen, regnete es immer noch unvermindert und wir beschlossen, zum Abendessen und dann ins Hotel zu fahren.

Tag 21: Graceland / Memphis

Bei wolkenverhangenem Himmel starten wir gleich nach dem Frühstück nach Graceland. Der große Parkplatz (Parkgebühr 10$) schräg gegenüber von Graceland ist noch fast leer. Als wir gerade den Parkplatz verlassen wollten, rief jemand -Hallo Münchner- es waren unsere Österreicher aus Chattanooga. Spontan beschlossen wir, Graceland gemeinsam zu besuchen. Zunächst besorgten wir uns am "Ticket-Window" unsere Eintrittskarten für die Graceland Platinum Tour für $33.00 pro Person. Wir bekamen die 10 Uhr Tour und warteten nachdem der Camcorder in einem Schließfach verstaut war (in Graceland ist Filmen verboten, jedoch Fotografieren erlaubt) im Außenbereich auf den Kleinbus, der uns nur auf die andere Straßenseite ins Graceland brachte und uns vor dem Eingangsportal absetzte. Nachdem es eine audiogeführte Tour ist, bekam jeder einen MP3 Player in seiner Landessprache.
Die Tour begann im Living Room, in dem die Farben blau, gold und weiß dominieren. Der angrenzende Music Room, in dem sein geliebtes Story & Clark "Baby Grand Piano" steht, ist ebenfalls im Goldton eingerichtet. In der Mitte des in Blau- und Goldton gehaltenen Dining Rooms steht der 2,4 Meter lange Eßtisch, an dessen Stirnseite Elvis immer Platz nahm. Die Küche ist erst seit 1995 der Öffentlichkeit zugänglich.
Die Rückseite und die Decke der mit vier gelben Barhockern bestückten Bar ist komplett verspiegelt. Im angrenzenden, deckenverspiegelten TV Room sind drei Fernsehgeräte installiert weil Elvis erfahren hat, daß Präsident Lyndon Johnson immer drei Nachrichtensender gleichzeitig anschaut und ihm diese Idee gefiel. In der Bar und im TV Room dominieren die Farben gelb und schwarz. Die Couch, Wände und Decke des Pool Rooms (Pool-Billard) sind mit ca. 350 Meter buntem Baumwollstoff bespannt. Für das Zuschneiden und Falten der Stoffe brauchten die Dekorateure 10 Tage. Weiter gings zum Jungle Room, den Elvis mitte der 60er Jahre eingerichtet hatte. An dem Wurzelholztisch nahm er mit vorliebe sein Frühstück ein.
Hinter dem Landhaus befand sich das private Büro von Elvis. Hier wurde von seinem Vater Vernon Presley und seinem Sekretär seine private und die Fanpost bearbeitet. Nächste Station war dann der "Trophy Room" und die Hall of Gold wo seine goldenen Schallplatten hinter Glas in einem 24 Meter langen Raum präsentiert werden.
Wieder im Freien besuchten wir dann noch die Grab- und Gedenkstätte von Elvis Presley und seiner Familie um dann anschließend mit dem Shuttlebus wieder zur gegenüberliegenden Straßenseite zu fahren um seine beiden Flugzeuge, die Automobil- und Militärdienstausstellungen zu besuchen.
Es regnet schon wieder.
In der Automobilausstellung sind seine original Fahrzeuge Dino Ferrari 308 GT4 Coupe, 1973er Stutz Blackhawk, 1957er Chevy, 1956er Cadillac, 1955er pink Cadillac, 1956er Continental Mark II, mehrere Harley's und Buggy's zu sehen.
Im Freigelände stehen die beiden Flugzeuge von Elvis, eine Convair 880 mit dem Namen "Lisa Marie" und eine Lockheed JetStar mit dem Namen "Hound Dog Two" die Elvis "Flying Graceland" nannte.
Weitere Bilder in der Gallery

« zurück
weiter »