Tag 29: Lower Antilope Canyon - Glen Canyon Dam

Nachdem wir den Uper Antilope Canyon schon mehrmals besucht haben, steht heute der Lower Antilope Canyon auf dem Programm. Die beste Zeit diesen Canyon zu besuchen ist die Mittagszeit weil da die Sonne fast senkrecht über dem Canyon steht und die Lichtverhältnisse zum Fotografieren optimal sind. Wir fahren von Page die SR-98 Richtung Kayenta und zweigen kurz vor dem Kohlekraftwerk links in die Navajo Route 20 ab und erreichen nach kurzer Fahrt den Parkplatz und ein kleines Kassenhäuschen, von wo aus die geführten Touren starten. Da der Antilope Canyon auf Navajo Gebiet liegt, werden die Führungen und die Vermarktung nur von den Navajo-Natives durchgeführt.

Der "Lower Antelope Canyon" hat auch einen indianischen Namen, man nennt ihn "Hasdestwazi", was soviel wie "Spiral Felsen Bögen" heißt. Wir bezahlen den Eintrittspreis (incl. Parkgebühr 52$ für 2 Personen) und warten noch etwa eine halbe Stunde bis unsere Gruppe aufgerufen wird. Unser Führer begleitet uns zu einer schmalen Felsspalte in der Erdoberfläche, dem Einstieg in den Canyon. Zunächst müssen wir über eine eiserne Treppe nach unten steigen und finden uns in einem durch den Sandstein rot leuchtenden schmalen "Slot Canyon" wieder. Unser Navajo-Guide erklärte die verschiedenen Felsformationen und wie der Canyon entstanden ist. Das meiste haben wir aber nicht verstanden, da wir wegen dem Fotografieren immer vom Guide weit entfernt am Ende der Gruppe waren. Bei jedem Standortwechsel zeigte sich der Canyon in anderen Farben und Formen. Uns gefiel der Lower Antelope Canyon besser als der Upper Antelope Canyon schon wegen den Höhenunterschieden, die über Leitern und Treppen zu bewältigen sind.
1997 ertranken in diesem Teil des Canyons 11 junge Franzosen als in der Nähe ein starkes Gewitter nieder ging und sie durch die Flut überrascht wurden. Die Leute im Canyon hatten keine Chance, sie wurden einfach fortgespült. Am Eingang des Canyons erinnert eine Gedenktafel an dieses tragische Unglück.
Zum Ende der etwa einstündigen Besichtigungstour spielte unser Tourguide noch auf seiner Gitarre und sang dazu einen Navajo-Song. Als wir über eiserne Treppen wieder ans Tageslicht kamen, sahen wir über dem Hügel drei Rauchsäulen, die wie indianische Rauchzeichen aussahen. Auf dem Hügel angekommen wurden wir dieser Illusion beraubt, es war doch nur der Rauch aus den drei Schloten des Kohlekraftwerks zu sehen.

Da es noch früh am Nachmittag ist, besuchen wir anschließend den Glen Canyon Dam am Lake Powell. Über die 313 m lange Glen-Canyon-Brücke (zweithöchste Stahlbogen-Brücke der USA) überqueren wir den Colorado River in einer Höhe von 213 m. Am Ende der Brücke liegt das Carl Hayden Visitor Center mit einem großen Parkplatz.
Bei unserem letzten Besuch konnten wir das Visitor Center noch problemlos betreten, aber diesmal war alles anders. Schon am Eingang war eine Security Schleuse wie an den Airports aufgebaut. Wir mußten die Schuhe ausziehen, die Taschen leeren und alles in einen Behälter legen, der auf einem Laufband durch die Durchleuchtungseinrichtung fuhr. Auf meine Frage warum jetzt derartig strenge Kontrollen stattfinden, erklärte man uns, dies sei wegen dem 11.Sept.2001. Für diese Erklärung hatten wir volles Verständnis, zogen unsere Schuhe wieder an und starteten zum Besichtigungsrundgang.
In dem großen Rundbau, der die Staumauer überragt, hat man durch die riesigen Panorama-Fenster einen einmaligen Blick über den Stausee, die Mauer, die Brücke und den weiteren Verlauf des Colorado River. Eine Ausstellung dokumentiert anhand von Bildern, Texten und Videofilmen den Bau des Glen Canyon Dam und der Glen Canyon Bridge. Im Ausstellungsraum ist ein großes Relief-Modell des Lake Powell und der umliegenden Landschaft rund um den Glen Canyon zu besichtigen. Weitere Bilder in der Gallery

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